Makeready

Makeready (das Einrichten) ist die Rüstarbeit vor einer Auflage — Waschen der Werke, Einhängen der Platten, Ausrichten der Farben, Anfahren der Farbe und Ziehen von Probebogen, bis der Auftrag den Vorgaben entsprechend läuft. Makeready ist nicht abrechenbare Zeit an der Maschine, daher ist seine Reduzierung pro Auftrag ein direkter Hebel für die Marge.

Auch genannt: Einrichten der Druckmaschine · make-ready · Rüsten der Druckmaschine · Einrichtabfall · Rüstzeit

Im Detail

An einer Bogenoffsetmaschine dauert das Makeready üblicherweise 15 bis 40 Minuten, je nach Anzahl der Farben, dem Papierwechsel und dem Bediener. Die Maschine läuft mit einem Bruchteil der Produktionsgeschwindigkeit, während Farbbalken, Dichte und Register auf einen Zielandruck eingestellt werden. Mehrere hundert Bogen Papier werden gezogen und als „Einrichtabfall" verworfen, bevor der Auftrag als farbrichtig freigegeben wird.

Moderne Maschinen mit Farbregelung im geschlossenen Regelkreis (z. B. Heidelberg Prinect Inpress Control) verkürzen das Makeready drastisch, indem sie den gedruckten Bogen in Echtzeit messen und die Farbzonen ohne Eingriff des Bedieners nachstellen. JDF-Tickets laden Farbprofil, Plattensatz und Auflagenhöhe des Auftrags vorab in die Maschine, sodass der Bediener nur einen Knopf drückt, um die Makeready-Sequenz zu starten.

In einem MIS, das Aufträge korrekt kalkuliert, wird das Makeready als eigene Kostenposition in der Kalkulation erfasst — üblicherweise eine feste Pauschale pro Auftrag, die die Zeit plus die verworfenen Bogen abdeckt. PeakSpitz stellt dies als editierbares Rüstkostenfeld pro Maschine bereit, sodass der Kalkulator es an das anpassen kann, was in Ihrer Druckerei tatsächlich anfällt, statt sich auf eine Vorgabe des Herstellers zu verlassen.

Häufige Fragen

Wie reduziere ich die Makeready-Zeit?
Drei Hebel, nach Wirkung geordnet: (1) kompatible Aufträge im Sammeldruck zusammenfassen, sodass ein Makeready mehrere zahlende Aufträge abdeckt; (2) sich auf wenige Papiere festlegen, damit die Maschine nicht zwischen jedem Auftrag gereinigt und neu eingefärbt werden muss; (3) in Farbregelung im geschlossenen Regelkreis und JDF-gesteuertes Einrichten investieren, sodass das manuelle Einstellen durch den Bediener verkürzt wird.
Soll der Einrichtabfall aus der Marge kommen oder berechnet werden?
Die bewährte Praxis ist, das Makeready ausdrücklich als Rüstpauschale zu berechnen, inklusive der Abfallbogen. Es in den Auflagenkosten zu verstecken wirkt im Angebot wettbewerbsfähig, verliert aber bei kurzen Auflagen Geld. PeakSpitz verwendet standardmäßig eine ausgewiesene Rüstposition, die der Kunde als Teil eines transparenten Preises sieht.

Verwandte Begriffe

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